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	<title>Comments for RomanticEntrepreneur.net</title>
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	<description>Sociology of Online Dating</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 Sep 2009 11:43:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Comment on Blog und Podcast „Kapitalistischer Realismus“ by Monica T.</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/kapitalistischer-realismus/?#comment-1862&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Monica T.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 11:43:09 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Kai,
danke für die tolle Empfehlung! Die latest new sind: Anfang 2010 erscheinen die Beiträge der Ringvorlesung als Buch beim Campus-Verlag...
Liebe Grüße aus Wien,

Monica</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kai,<br />
danke für die tolle Empfehlung! Die latest new sind: Anfang 2010 erscheinen die Beiträge der Ringvorlesung als Buch beim Campus-Verlag&#8230;<br />
Liebe Grüße aus Wien,</p>
<p>Monica</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Kai Dröge by Gemischtfutter zum Wochenende &#171; sozlog</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/kai-droge/?#comment-1303&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Gemischtfutter zum Wochenende &#171; sozlog</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 11:57:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?page_id=50#comment-1303&amp;lang=en</guid>
		<description>[...] Kai Dröge von der Universität Frankfurt war mir vor dem neuen Netz schon bekannt, weil ich einen Beitrag in Harald Mieg/Michaela Pfadenhauer &#8220;Professionelle Leistung &#8211; Professional Performance&#8221; in grauer Vorzeit für eigene Schriften verwendet hatte. In seinem Blog &#8220;Romantic Entrepreneur&#8221; notiert Kai Dröge gemeinsam mit Oliver Voirol Überlegungen und Diskussionen rund um das soziologische Forschungsprojekt “Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalisierung”. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kai Dröge von der Universität Frankfurt war mir vor dem neuen Netz schon bekannt, weil ich einen Beitrag in Harald Mieg/Michaela Pfadenhauer &#8220;Professionelle Leistung &#8211; Professional Performance&#8221; in grauer Vorzeit für eigene Schriften verwendet hatte. In seinem Blog &#8220;Romantic Entrepreneur&#8221; notiert Kai Dröge gemeinsam mit Oliver Voirol Überlegungen und Diskussionen rund um das soziologische Forschungsprojekt “Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalisierung”. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Online Dating. Mediated Communication between Romantic Love and Economic Rationalization by Gemischtfutter zum Wochenende &#171; sozlog</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/about/project/?#comment-1302&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Gemischtfutter zum Wochenende &#171; sozlog</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 11:43:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?page_id=39#comment-1302&amp;lang=en</guid>
		<description>[...] Kai Dröge von der Universität Frankfurt war mir vor dem neuen Netz schon bekannt, weil ich einen Beitrag in Harald Mieg/Michaela Pfadenhauer &#8220;Professionelle Leistung &#8211; Professional Performance&#8221; in grauer Vorzeit für eigene Schriften verwendet hatte. In seinem Blog &#8220;Romantic Entrepreneur&#8221; notiert Kai Dröge gemeinsam mit Oliver Voirol Überlegungen und Diskussionen rund um das soziologische Forschungsprojekt “Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalisierung”. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Kai Dröge von der Universität Frankfurt war mir vor dem neuen Netz schon bekannt, weil ich einen Beitrag in Harald Mieg/Michaela Pfadenhauer &#8220;Professionelle Leistung &#8211; Professional Performance&#8221; in grauer Vorzeit für eigene Schriften verwendet hatte. In seinem Blog &#8220;Romantic Entrepreneur&#8221; notiert Kai Dröge gemeinsam mit Oliver Voirol Überlegungen und Diskussionen rund um das soziologische Forschungsprojekt “Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalisierung”. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Online Dating. Mediated Communication between Romantic Love and Economic Rationalization by Schmidt mit Dete &#187; CfP: Workshop Personale Identität im Zeitalter des digitalen Selbst</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/about/project/?#comment-203&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Schmidt mit Dete &#187; CfP: Workshop Personale Identität im Zeitalter des digitalen Selbst</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 10:08:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Durch eine Mail der beiden bin ich auch auf Ihr Blog aufmerksam geworden, das das Forschungsprojekt &#8220;Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalis.... begleitet; ein interessantes Vorhaben, das mit Hilfe von qualitativen Methoden Informationen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Durch eine Mail der beiden bin ich auch auf Ihr Blog aufmerksam geworden, das das Forschungsprojekt &#8220;Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalis&#8230;. begleitet; ein interessantes Vorhaben, das mit Hilfe von qualitativen Methoden Informationen [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Körperwissen by Paula Puschel</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/koerperwissen/?#comment-201&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Paula Puschel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 19:21:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?p=149#comment-201&amp;lang=en</guid>
		<description>Hallo Kai und MitleserInnen, klingt spannend, das Körperwissen und war bestimmt hochinteressant. Bin gespannt, was aus der Ecke noch kommt. Aber zu deiner Skizze hab ich doch ein paar Anmerkungen: 
Ihr solltet klären, ob ihr an Online-Partnersuche oder Online-Beziehungen denkt. Wenn&#039;s die Partnersuche ist, dann werden zwar erste Impressionen elektronisch ausgetauscht, es gibt diese umgekehrte Reihenfolge, von der Bob schreibt, aber alsbald stimmt man Ort &amp; Zeit ab und trifft sich in real life und dann geht alles weiter wie f2f auch.  Und z.B. die Firma Parship rät ihren KundInnen auch eher zu baldigen Realitätschecks.
Demgegenüber mögen über längere Zeit mehr im virtuellen Raum stattfindende Beziehungen a la Glattauer-Romane etwas mehr körperlos-schwebendes haben, das ist aber ein eigenes Genre, würd ich meinen. Mag seine Eigendynamiken und eigenen Reize haben, aber  scheint mir eine andere Baustelle zu sein. 
Und ich glaube, gegenüber deinen Überlegungen hier könntest du den Körpern noch ein bisschen mehr Eigenleben zugestehen, die  &quot;hegemonialen kulturelle Muster und diskursiv reproduzierte Körperbilder&quot; helfen bei dem, was Körper so wissen, nur begrenzt weiter. Alles klar, alles auch inkorporiert, Habitus&amp;Hexis, sicher doch. 
Aber all diese strukturellen und kulturellen Mechanismen werden doch von je konkreten physischen Ausstattungen auf sehr individuelle Weise mit je konkreten physischen Erfahrungen ins Verhältnis gesetzt und weiterverarbeitet. Schaukeln, Dinge anfassen, gestreichelt werden, Spielen, von Dingen ferngehalten werden ... da gibts noch einiges nicht-Diskursive, trotzdem Soziale, was vermutlich nach Inter- und Transdisziplinarität schreit. Irgendwelche NeurowissenschaftlerInnen in der Nähe?   
Ich würde nämlich auch dort das sozialstrukturell nicht Auflösbare der individuellen Chemie suchen. 
&quot;Warum bemerken die Paare also dann erst in der Face-to-face-Begegnung, dass sie trotz habitueller Nähe körperlich nicht harmonieren?&quot;
Ist doch ganz einfach: Dass sich auch online Leute zusammentun, die sozialstrukturell passen, na, wundert das wirklich irgendwen? Zumal diese Passung in die Matchingalgorithmen der Vermittlungsportale aller Wahrscheinlichkeit nach eingebaut ist. Aber wieder mal: Statistik versus reales Leben (s. letzten Kommentar), auch mit 90% der sozialstrukturell Passenden würde ich nix anfangen wollen. Das ist eine (vielleicht) notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung, weil die Körper eben nicht nur Verkörperungen sozialstruktureller Markmalsbündel oder Habitus sind und auch auf einer ganz anderen Ebene miteinander &quot;reden&quot;, neuronal, energetisch, Hormone, wie auch immer. Wenn&#039;s die Online-Beziehungen denn ins wirkliche Leben schaffen ... 
Schöne Grüße
Paula</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Kai und MitleserInnen, klingt spannend, das Körperwissen und war bestimmt hochinteressant. Bin gespannt, was aus der Ecke noch kommt. Aber zu deiner Skizze hab ich doch ein paar Anmerkungen:<br />
Ihr solltet klären, ob ihr an Online-Partnersuche oder Online-Beziehungen denkt. Wenn&#8217;s die Partnersuche ist, dann werden zwar erste Impressionen elektronisch ausgetauscht, es gibt diese umgekehrte Reihenfolge, von der Bob schreibt, aber alsbald stimmt man Ort &amp; Zeit ab und trifft sich in real life und dann geht alles weiter wie f2f auch.  Und z.B. die Firma Parship rät ihren KundInnen auch eher zu baldigen Realitätschecks.<br />
Demgegenüber mögen über längere Zeit mehr im virtuellen Raum stattfindende Beziehungen a la Glattauer-Romane etwas mehr körperlos-schwebendes haben, das ist aber ein eigenes Genre, würd ich meinen. Mag seine Eigendynamiken und eigenen Reize haben, aber  scheint mir eine andere Baustelle zu sein.<br />
Und ich glaube, gegenüber deinen Überlegungen hier könntest du den Körpern noch ein bisschen mehr Eigenleben zugestehen, die  &#8220;hegemonialen kulturelle Muster und diskursiv reproduzierte Körperbilder&#8221; helfen bei dem, was Körper so wissen, nur begrenzt weiter. Alles klar, alles auch inkorporiert, Habitus&amp;Hexis, sicher doch.<br />
Aber all diese strukturellen und kulturellen Mechanismen werden doch von je konkreten physischen Ausstattungen auf sehr individuelle Weise mit je konkreten physischen Erfahrungen ins Verhältnis gesetzt und weiterverarbeitet. Schaukeln, Dinge anfassen, gestreichelt werden, Spielen, von Dingen ferngehalten werden &#8230; da gibts noch einiges nicht-Diskursive, trotzdem Soziale, was vermutlich nach Inter- und Transdisziplinarität schreit. Irgendwelche NeurowissenschaftlerInnen in der Nähe?<br />
Ich würde nämlich auch dort das sozialstrukturell nicht Auflösbare der individuellen Chemie suchen.<br />
&#8220;Warum bemerken die Paare also dann erst in der Face-to-face-Begegnung, dass sie trotz habitueller Nähe körperlich nicht harmonieren?&#8221;<br />
Ist doch ganz einfach: Dass sich auch online Leute zusammentun, die sozialstrukturell passen, na, wundert das wirklich irgendwen? Zumal diese Passung in die Matchingalgorithmen der Vermittlungsportale aller Wahrscheinlichkeit nach eingebaut ist. Aber wieder mal: Statistik versus reales Leben (s. letzten Kommentar), auch mit 90% der sozialstrukturell Passenden würde ich nix anfangen wollen. Das ist eine (vielleicht) notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung, weil die Körper eben nicht nur Verkörperungen sozialstruktureller Markmalsbündel oder Habitus sind und auch auf einer ganz anderen Ebene miteinander &#8220;reden&#8221;, neuronal, energetisch, Hormone, wie auch immer. Wenn&#8217;s die Online-Beziehungen denn ins wirkliche Leben schaffen &#8230;<br />
Schöne Grüße<br />
Paula</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on About this Blog by Bob Hope</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/about-this-blog/?#comment-188&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Bob Hope</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 23:12:56 +0000</pubDate>
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		<description>SoziologInnen auf der Piste

&quot;Das Neue an den neuen Medien läßt sich nicht beobachten!&quot; (Ein Gespräch mit Elena Esposito). Aus dem Jahre Schnee.

Das Neue an den neuen Medien läßt sich nicht beobachten (an den neuen Medien), weil es nicht das Neue der neuen Medien ist. Die neuen Medien sind integraler Bestandteil der neuen Welt. Daher ist die Frage zu stellen. Was ist das Neue an der neuen Welt. Das lässt sich beschreiben.

1709. Der künftige Jungbauer Hans aus dem Dorf &quot;kein X für ein U&quot; an der Oder kommt ins heiratsfähige Alter. Mit drei Mädels aus dem Dorf und der näheren Umgebung hatte er in den Jahren davor viel Spaß gehabt (in den Wäldern und zwischen den Feldern), selbst im Schatten der Kirchenmauern (da war vieles möglich, was wir Ungläubigen heute gar nicht glauben würden). Hanna, Hertha und Hilde. Alle drei echte klasse fesche junge Weibsbilder.

Doch die Paar-Findung und -Bildung erlaubte nur eine zu wählen. Gar nicht leicht die Entscheidung, bei all den Emotionen. Schließlich fiel die Entscheidung. Die Hilde ist eine gute Partie. Dies allerdings sagte nicht der gute Hans zu sich selbst (wie dann im zweiten Beispiel anno 2009), sondern dies sagte der Altbauer Franz, sein Vater, zu ihm.

2009. Der künftige leitende Angestellte Hans aus dem globalen Dorf XU am Jangtse kommt ins bindungswillige Alter. Mit Hanna, Hertha und Hilde kommt er übers Internet in Kontakt. Alle drei ausgesprochen nett. Vielleicht trifft er auch alle drei. Alle drei überaus anziehend nett. Vielleicht kommt er auch mit allen drei einmal ins Bett. Einfach echt ... Vielleicht mag die Promiskuität ein bisschen zunehmen. Aber Hanna, Hertha und Hilde würden da mit dem Hans keinesfalls mitspielen. Also, es kann nur eine sein. Gar nicht leicht die Entscheidung, bei all den Emotionen. Schließlich fällt die Entscheidung. Die Hilde ist eine gute Partie. Nur dieses Mal muss sich die Antwort auf die Frage, welche nehmen, der gute Hans ganz allein selbst geben.

Wie in so vielen anderen Bereichen menschlichen Daseins hat sich die Gesellschaft (mit all ihren Institutionen) in den vergangenen zwei Jahrhunderten aus den von ihr bis dahin getragenen Verantwortungen gestohlen und alle Verantwortung ihren einzelnen Mitgliedern, den Individuen überantwortet. Fast alles auf uns als Individuen abgeladen, die volle Last der Verantwortung über unser Leben.

&gt;&gt;Insgesamt ist allerdings weitgehend ungeklärt, wie diese gegensätzlichen Logiken – das Ideal der romantischen Liebe auf der einen Seite und die Prinzipien von Effizienz und ökonomischer Rationalität auf der anderen – in der Praxis des Online-Dating eigentlich miteinander verknüpft sind und wie die Beteiligten die Widersprüche und Ambivalenzen bewältigen, die daraus resultieren können.&lt;&gt; Indem das Projekt genau diese Fragen empirisch untersucht, leistet es einen innovativen Beitrag zu der internationalen Debatte [....] über den sozialen Wandel der Beziehungsmuster insgesamt.&lt;&gt; Schließlich kann die Forschung auch als ein interessanter Beitrag zu der aktuellen Debatte um die Ökonomisierung oder Vermarktlichung persönlicher Beziehungen gesehen werden – eine öffentliche sowie wissenschaftliche Diskussion, die auf einer generelleren Ebene den Wandel im Verhältnis von Liebe und Kapitalismus, Intimität und strategischem Handeln sowie Emotionen und ökonomischer Rationalität in unserer Gesellschaft kritisch analysiert.&lt;&lt;

Eine Kontrollgruppe von jenseits des Netzes fündig gewordener Couples sollte nicht fehlen. So gut die ersten beiden Kapitel in &quot;Gefühle in Zeiten des Kapitalsmus&quot; von Eva Illouz sind, im Dritten mit ihrem Fokus auf das Internet hat sie sich ganz schön verkantet. Damit ist der Weltcupsieg an ihr vorüber gegangen. Das Podest ist also noch frei :-) 

Um wieviel &quot;off-line&quot;er (intimer) die ersten Begegnungen im Internet sind im ersten Moment oder vom ersten Moment an, als die in der realen Welt (ob in der Dorf-Disco oder im Café-Haus) steht auf einem anderen Blatt (in anderen Blog-Beiträgen).

BR Bob

@Sighard: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>SoziologInnen auf der Piste</p>
<p>&#8220;Das Neue an den neuen Medien läßt sich nicht beobachten!&#8221; (Ein Gespräch mit Elena Esposito). Aus dem Jahre Schnee.</p>
<p>Das Neue an den neuen Medien läßt sich nicht beobachten (an den neuen Medien), weil es nicht das Neue der neuen Medien ist. Die neuen Medien sind integraler Bestandteil der neuen Welt. Daher ist die Frage zu stellen. Was ist das Neue an der neuen Welt. Das lässt sich beschreiben.</p>
<p>1709. Der künftige Jungbauer Hans aus dem Dorf &#8220;kein X für ein U&#8221; an der Oder kommt ins heiratsfähige Alter. Mit drei Mädels aus dem Dorf und der näheren Umgebung hatte er in den Jahren davor viel Spaß gehabt (in den Wäldern und zwischen den Feldern), selbst im Schatten der Kirchenmauern (da war vieles möglich, was wir Ungläubigen heute gar nicht glauben würden). Hanna, Hertha und Hilde. Alle drei echte klasse fesche junge Weibsbilder.</p>
<p>Doch die Paar-Findung und -Bildung erlaubte nur eine zu wählen. Gar nicht leicht die Entscheidung, bei all den Emotionen. Schließlich fiel die Entscheidung. Die Hilde ist eine gute Partie. Dies allerdings sagte nicht der gute Hans zu sich selbst (wie dann im zweiten Beispiel anno 2009), sondern dies sagte der Altbauer Franz, sein Vater, zu ihm.</p>
<p>2009. Der künftige leitende Angestellte Hans aus dem globalen Dorf XU am Jangtse kommt ins bindungswillige Alter. Mit Hanna, Hertha und Hilde kommt er übers Internet in Kontakt. Alle drei ausgesprochen nett. Vielleicht trifft er auch alle drei. Alle drei überaus anziehend nett. Vielleicht kommt er auch mit allen drei einmal ins Bett. Einfach echt &#8230; Vielleicht mag die Promiskuität ein bisschen zunehmen. Aber Hanna, Hertha und Hilde würden da mit dem Hans keinesfalls mitspielen. Also, es kann nur eine sein. Gar nicht leicht die Entscheidung, bei all den Emotionen. Schließlich fällt die Entscheidung. Die Hilde ist eine gute Partie. Nur dieses Mal muss sich die Antwort auf die Frage, welche nehmen, der gute Hans ganz allein selbst geben.</p>
<p>Wie in so vielen anderen Bereichen menschlichen Daseins hat sich die Gesellschaft (mit all ihren Institutionen) in den vergangenen zwei Jahrhunderten aus den von ihr bis dahin getragenen Verantwortungen gestohlen und alle Verantwortung ihren einzelnen Mitgliedern, den Individuen überantwortet. Fast alles auf uns als Individuen abgeladen, die volle Last der Verantwortung über unser Leben.</p>
<p>&gt;&gt;Insgesamt ist allerdings weitgehend ungeklärt, wie diese gegensätzlichen Logiken – das Ideal der romantischen Liebe auf der einen Seite und die Prinzipien von Effizienz und ökonomischer Rationalität auf der anderen – in der Praxis des Online-Dating eigentlich miteinander verknüpft sind und wie die Beteiligten die Widersprüche und Ambivalenzen bewältigen, die daraus resultieren können.&lt;&gt; Indem das Projekt genau diese Fragen empirisch untersucht, leistet es einen innovativen Beitrag zu der internationalen Debatte [....] über den sozialen Wandel der Beziehungsmuster insgesamt.&lt;&gt; Schließlich kann die Forschung auch als ein interessanter Beitrag zu der aktuellen Debatte um die Ökonomisierung oder Vermarktlichung persönlicher Beziehungen gesehen werden – eine öffentliche sowie wissenschaftliche Diskussion, die auf einer generelleren Ebene den Wandel im Verhältnis von Liebe und Kapitalismus, Intimität und strategischem Handeln sowie Emotionen und ökonomischer Rationalität in unserer Gesellschaft kritisch analysiert.&lt;&lt;</p>
<p>Eine Kontrollgruppe von jenseits des Netzes fündig gewordener Couples sollte nicht fehlen. So gut die ersten beiden Kapitel in &#8220;Gefühle in Zeiten des Kapitalsmus&#8221; von Eva Illouz sind, im Dritten mit ihrem Fokus auf das Internet hat sie sich ganz schön verkantet. Damit ist der Weltcupsieg an ihr vorüber gegangen. Das Podest ist also noch frei <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Um wieviel &#8220;off-line&#8221;er (intimer) die ersten Begegnungen im Internet sind im ersten Moment oder vom ersten Moment an, als die in der realen Welt (ob in der Dorf-Disco oder im Café-Haus) steht auf einem anderen Blatt (in anderen Blog-Beiträgen).</p>
<p>BR Bob</p>
<p>@Sighard: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on The Romantic Entrepreneur oder: Wie liebt das unternehmerische Selbst? by Bob Hope</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/wie-liebt-das-unternehmerische-selbst/?#comment-170&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Bob Hope</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 12:21:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?p=73#comment-170&amp;lang=en</guid>
		<description>Wie lautet der Metrik-Tensor der Soziologie?

Gut, ich hatte die eigentliche Zielsetzung des Forschungsprojektes geflissentlich überlesen:

&gt;&gt;Insgesamt ist allerdings weitgehend ungeklärt, wie diese gegensätzlichen Logiken – das Ideal der romantischen Liebe auf der einen Seite und die Prinzipien von Effizienz und ökonomischer Rationalität auf der anderen – in der Praxis des Online-Dating eigentlich miteinander verknüpft sind und wie die Beteiligten die Widersprüche und Ambivalenzen bewältigen, die daraus resultieren können.&lt;&gt; Hier geht es zunächst lediglich um das, was wir im Projekt als „Adressierung“ bezeichnen – also um die Art und Weise, wie Online Dating Seiten ihre Nutzerinnen und Nutzer ansprechen. Dabei finden wir in der Tat Verweise auf ‚unternehmerische‘ Logiken wie Effizienz und rationales Kalkül ebenso wie Bezugnahmen auf das romantische Liebesideal. &lt;&lt;

Kurz zum Null Punkt:

Ich hatte Hunger. Da sah ich vor mir eine Packung Mars. Ich studierte da nicht lange die Verpackung. Ich riss sie auf und biss hinein. Als dann der Hunger gestillt war schenkte ich meine Aufmerksamkeit der Verpackung. Las darauf: Mars macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel. Und dachte mir. Sieh an. Da steht doch tatsächlich drauf was drinnen ist.

Ich war zu diesem Zeitpunkt ein bisschen ein &quot;desperate Bob Hope&quot;, nach einer Reihe von Flops in der Welt der Realität (alles hübsch intuitiv, alles hübsch Zufall, alles hübsch Schicksal, wer einem halt so mit der Zeit über den Weg läuft). Da kam mir das erste Mal der Gedanke an jene einschlägigen Internet-Portale als die moderne Variante des Zeitungsinserats. Nicht die Portale adressierten mich, sondern ich fand ihre Internetadressen. Das Kleingedruckte war schnell überlesen. Und tschack war ich mitten drinnen im Geschehen. Die hätten zu dem Zeitpunkt adressieren können wen sie wollten, oder mich wie sie wollten. In der &quot;naturbelassenen&quot; Realität habe ich kein Glück. Ich bin also ein armes Würstel. All die Jahre dachte ich mir das immer, wenn ich in der Zeitung solche Anzeigen las. Arme Würstel. Zu besagten Zeitpunkt kam ich zu dem Schluss. Ich habe zwei Möglichkeiten. Ein armes Würstel zu bleiben und noch dazu blöd, oder als armes Würstel einen mir offenstehenden Weg auszuprobieren, der mir noch nie im Leben eingefallen war. Das war mein einziges Effizienzkalkül als ich die Adresse des ersten Portals anklickte. Ich hatte nichts zu verlieren.

So lässt sich zumindest in meinem Fall (auch wenn ich nicht &quot;weitgehend&quot; bin), das Rätsel der gegensätzlichen Logiken klären. Sie waren weitgehend konsekutiv verknüpft. 1) Ich träumte von der romantischen Liebe. 2) Ich betrat einen nie davor beschrittenen Weg. 3) Ich fand und lebe seit dem die romatische Liebe - Veni, Vedi, Vici :-)

Erst auf dem Weg vom Traum zur Wirklichkeit gab es Phasen wo mich die im Forschungsziel angesprochene Ambivalenz erfasste. Davon wollen meine punktweisen Erfahrungen erzählen. 

Ein Wort noch zur Gefahr auf die Illouz zugespitzt hinweisen will. Ich wünschte mir, es hätte eine Eva Illouz vor rund zweitausend Jahren in Israel gegeben. Dann hätte sie uns warnen können vor dem aufkeimenden Christentum. Es waren die Redakteure der Bibel, die wahrscheinlich die Ersten waren (siehe Jack Miles in &quot;Gott - Eine Biographie&quot;), die die damals neueste Erfindung, nämlich den Index (das Buch in seiner bekannten Form) aus der Taufe hoben. Mit ihrem effizienten Ansatz die Welt der zwischenmenschlichen Liebesbeziehungen für fast 2000 Jahre massiv geprägt zu haben (jedenfalls in unseren Breitengraden). Es war ein langer Weg von der Erfindung der Schrift, über die Erfindung des Index, über die Erfindung des Buchdrucks bis zur Erfindung des Internets. Wären die Menschen damals vor 2000 Jahren doch nur klar genug gewarnt worden! Und dennoch. Wir haben das Christentum überlebt. Wir werden das Internet überleben. Und mit uns die Liebe, welchen Einfluss auch immer die Etappen der Verschriftlichung auf sie auszuüben imstande sind.

Ein letztes Wort noch zur &quot;Adressierung&quot;.  Es ist dies eine Begrifflichkeit die mir wissenschaftlich gemeint weitgehend fremd ist. Ein Begriff wie &quot;Adressierung&quot; scheint mir nur den &quot;räumlichen&quot; Aspekt zu adressieren. Das erscheint mir ein bisschen &quot;eindimensional&quot;.

Seit es Handys gibt beschäftigt mich die Frage: was ist Adressierung, was ist Identifizierung/Identifikation/Identität aus Sicht des Systems. Unsere Welt ist einfach komplexer geworden. In der guten alten Zeit, als es nur die Festnetztelefonie gab, waren Adresse und Identifizierung/Identifikation/Identität eins (was die Signalisierung zum Gesprächsaufbau und das Routing einfach machte). Aber in der Zeit der Mobiltelefonie fallen Adresse und Identifizierung/Identifikation/Identität auseinander. Hybride Zwitternummern werden quer durch die Netze der Telekommunikation verschickt, um alles wieder zusammen zu bringen.

Wie wär&#039;s mit der Indexikalisierung (hab&#039; ich gestern zufälligerweise aufgeschnappt, wieder aus einer anderen mir fremden Welt).

Die Welt aus der ich komme, wird bestimmt durch die Dreifaltigkeit aus Raum, Zeit und Materie. Es ist knapp mehr als ein Jahrhundert her, als die Physik mit der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins die letzte Etappe der &quot;klassischen Phase&quot; genommen hatte. Mit Hilfe einer &quot;Geometrie der Raumzeit&quot; gelang es eine wesentliche materielle Wechselwirkung (die der &quot;Anziehung&quot;, hihi ;-) bis heute unübertroffen zu beschreiben. 

Wie lautet der &quot;Metrik-Tensor&quot; der Soziologie?

Aus Bern kann Lausanne/Frankfurt werden. Ich weiß nicht, ob die Fokussierung &quot;zunächst&quot; auf die Adressierung allein der Ansatz ist, den Ambivalenzen der gesamtem Logik auf die Spur zu kommen. Ich habe allein schon den Aspekt der zeitlichen Vertauschung in der logischen Sequenz von Filtern und der Zeitdilatation als derart bestimmend erfahren. Abgesehen von den materiellen Implikationen. Nun wie auch immer.

Weiterhin alles Gute 

Bob Hope</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lautet der Metrik-Tensor der Soziologie?</p>
<p>Gut, ich hatte die eigentliche Zielsetzung des Forschungsprojektes geflissentlich überlesen:</p>
<p>&gt;&gt;Insgesamt ist allerdings weitgehend ungeklärt, wie diese gegensätzlichen Logiken – das Ideal der romantischen Liebe auf der einen Seite und die Prinzipien von Effizienz und ökonomischer Rationalität auf der anderen – in der Praxis des Online-Dating eigentlich miteinander verknüpft sind und wie die Beteiligten die Widersprüche und Ambivalenzen bewältigen, die daraus resultieren können.&lt;&gt; Hier geht es zunächst lediglich um das, was wir im Projekt als „Adressierung“ bezeichnen – also um die Art und Weise, wie Online Dating Seiten ihre Nutzerinnen und Nutzer ansprechen. Dabei finden wir in der Tat Verweise auf ‚unternehmerische‘ Logiken wie Effizienz und rationales Kalkül ebenso wie Bezugnahmen auf das romantische Liebesideal. &lt;&lt;</p>
<p>Kurz zum Null Punkt:</p>
<p>Ich hatte Hunger. Da sah ich vor mir eine Packung Mars. Ich studierte da nicht lange die Verpackung. Ich riss sie auf und biss hinein. Als dann der Hunger gestillt war schenkte ich meine Aufmerksamkeit der Verpackung. Las darauf: Mars macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel. Und dachte mir. Sieh an. Da steht doch tatsächlich drauf was drinnen ist.</p>
<p>Ich war zu diesem Zeitpunkt ein bisschen ein &#8220;desperate Bob Hope&#8221;, nach einer Reihe von Flops in der Welt der Realität (alles hübsch intuitiv, alles hübsch Zufall, alles hübsch Schicksal, wer einem halt so mit der Zeit über den Weg läuft). Da kam mir das erste Mal der Gedanke an jene einschlägigen Internet-Portale als die moderne Variante des Zeitungsinserats. Nicht die Portale adressierten mich, sondern ich fand ihre Internetadressen. Das Kleingedruckte war schnell überlesen. Und tschack war ich mitten drinnen im Geschehen. Die hätten zu dem Zeitpunkt adressieren können wen sie wollten, oder mich wie sie wollten. In der &#8220;naturbelassenen&#8221; Realität habe ich kein Glück. Ich bin also ein armes Würstel. All die Jahre dachte ich mir das immer, wenn ich in der Zeitung solche Anzeigen las. Arme Würstel. Zu besagten Zeitpunkt kam ich zu dem Schluss. Ich habe zwei Möglichkeiten. Ein armes Würstel zu bleiben und noch dazu blöd, oder als armes Würstel einen mir offenstehenden Weg auszuprobieren, der mir noch nie im Leben eingefallen war. Das war mein einziges Effizienzkalkül als ich die Adresse des ersten Portals anklickte. Ich hatte nichts zu verlieren.</p>
<p>So lässt sich zumindest in meinem Fall (auch wenn ich nicht &#8220;weitgehend&#8221; bin), das Rätsel der gegensätzlichen Logiken klären. Sie waren weitgehend konsekutiv verknüpft. 1) Ich träumte von der romantischen Liebe. 2) Ich betrat einen nie davor beschrittenen Weg. 3) Ich fand und lebe seit dem die romatische Liebe &#8211; Veni, Vedi, Vici <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Erst auf dem Weg vom Traum zur Wirklichkeit gab es Phasen wo mich die im Forschungsziel angesprochene Ambivalenz erfasste. Davon wollen meine punktweisen Erfahrungen erzählen. </p>
<p>Ein Wort noch zur Gefahr auf die Illouz zugespitzt hinweisen will. Ich wünschte mir, es hätte eine Eva Illouz vor rund zweitausend Jahren in Israel gegeben. Dann hätte sie uns warnen können vor dem aufkeimenden Christentum. Es waren die Redakteure der Bibel, die wahrscheinlich die Ersten waren (siehe Jack Miles in &#8220;Gott &#8211; Eine Biographie&#8221;), die die damals neueste Erfindung, nämlich den Index (das Buch in seiner bekannten Form) aus der Taufe hoben. Mit ihrem effizienten Ansatz die Welt der zwischenmenschlichen Liebesbeziehungen für fast 2000 Jahre massiv geprägt zu haben (jedenfalls in unseren Breitengraden). Es war ein langer Weg von der Erfindung der Schrift, über die Erfindung des Index, über die Erfindung des Buchdrucks bis zur Erfindung des Internets. Wären die Menschen damals vor 2000 Jahren doch nur klar genug gewarnt worden! Und dennoch. Wir haben das Christentum überlebt. Wir werden das Internet überleben. Und mit uns die Liebe, welchen Einfluss auch immer die Etappen der Verschriftlichung auf sie auszuüben imstande sind.</p>
<p>Ein letztes Wort noch zur &#8220;Adressierung&#8221;.  Es ist dies eine Begrifflichkeit die mir wissenschaftlich gemeint weitgehend fremd ist. Ein Begriff wie &#8220;Adressierung&#8221; scheint mir nur den &#8220;räumlichen&#8221; Aspekt zu adressieren. Das erscheint mir ein bisschen &#8220;eindimensional&#8221;.</p>
<p>Seit es Handys gibt beschäftigt mich die Frage: was ist Adressierung, was ist Identifizierung/Identifikation/Identität aus Sicht des Systems. Unsere Welt ist einfach komplexer geworden. In der guten alten Zeit, als es nur die Festnetztelefonie gab, waren Adresse und Identifizierung/Identifikation/Identität eins (was die Signalisierung zum Gesprächsaufbau und das Routing einfach machte). Aber in der Zeit der Mobiltelefonie fallen Adresse und Identifizierung/Identifikation/Identität auseinander. Hybride Zwitternummern werden quer durch die Netze der Telekommunikation verschickt, um alles wieder zusammen zu bringen.</p>
<p>Wie wär&#8217;s mit der Indexikalisierung (hab&#8217; ich gestern zufälligerweise aufgeschnappt, wieder aus einer anderen mir fremden Welt).</p>
<p>Die Welt aus der ich komme, wird bestimmt durch die Dreifaltigkeit aus Raum, Zeit und Materie. Es ist knapp mehr als ein Jahrhundert her, als die Physik mit der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins die letzte Etappe der &#8220;klassischen Phase&#8221; genommen hatte. Mit Hilfe einer &#8220;Geometrie der Raumzeit&#8221; gelang es eine wesentliche materielle Wechselwirkung (die der &#8220;Anziehung&#8221;, hihi <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  bis heute unübertroffen zu beschreiben. </p>
<p>Wie lautet der &#8220;Metrik-Tensor&#8221; der Soziologie?</p>
<p>Aus Bern kann Lausanne/Frankfurt werden. Ich weiß nicht, ob die Fokussierung &#8220;zunächst&#8221; auf die Adressierung allein der Ansatz ist, den Ambivalenzen der gesamtem Logik auf die Spur zu kommen. Ich habe allein schon den Aspekt der zeitlichen Vertauschung in der logischen Sequenz von Filtern und der Zeitdilatation als derart bestimmend erfahren. Abgesehen von den materiellen Implikationen. Nun wie auch immer.</p>
<p>Weiterhin alles Gute </p>
<p>Bob Hope</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on The Romantic Entrepreneur oder: Wie liebt das unternehmerische Selbst? by Kai Dröge</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/wie-liebt-das-unternehmerische-selbst/?#comment-153&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 11:31:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?p=73#comment-153&amp;lang=en</guid>
		<description>Einen ganz herzlichen Dank an alle Kommentatorinnen und Kommentatoren. Ich lese die Erfahrungsschilderungen und Debatten hier mit großem Interesse. Das ist genau das, was ich mir von diesem Blog erhofft habe. Und es stimmt mich zuversichtlich für unser Projekt: Denn offenbar besteht sowohl ein Bedürfnis nach Austausch über die eigenen Erfahrungen mit der Partnersuche im Internet als auch ein Interesse an (soziologischer) Reflexion – beides unabdingbare Voraussetzungen für das Gelingen unseres Projektes. 
Um den spannenden Diskussionen etwas mehr Sichtbarkeit zu verleihen, habe ich auf der Startseite Links zu den neuesten Kommentaren ergänzt. 
Inzwischen sind hier so viele interessante Punkte angesprochen worden, dass ich in der gebotenen Kürze unmöglich auf alle eingehen kann. Deshalb werde ich in den nächsten Blogposts immer wieder einmal auf Aspekte aus der Diskussion hier zurückkommen und sie mit eigenen Überlegungen zu verknüpfen versuchen. 
Eine generelle Bemerkung aber doch: Ich glaube nicht, das Eva Illouz  diejenigen, die im Internet nach einer Partnerin oder einem Partner suchen, pauschal als ‚hyperrationale IdiotInnen‘ bezeichnen würde. Dieser Begriff soll lediglich in einer stark zugespitzten Weise auf eine Gefahr aufmerksam machen, die uns (in vielen gesellschaftlichen Bereichen) drohen könnte, wenn wir die rationale Wahl und die ökonomischen Kosten-Nutzen-Analyse zum allein seligmachenden Prinzip erheben. 
Was ist aber dann mit der Figur der romantischen Unternehmerin? Sind alle Online-Dater Unternehmer in Sachen Romantik? Nein. Hier geht es zunächst lediglich um das, was wir im Projekt als „Adressierung“ bezeichnen – also um die Art und Weise, wie Online Dating Seiten ihre Nutzerinnen und Nutzer ansprechen. Dabei finden wir in der Tat Verweise auf ‚unternehmerische‘ Logiken wie Effizienz und rationales Kalkül ebenso wie Bezugnahmen auf das romantische Liebesideal.
Allerdings gehen wir ebenso davon aus, dass die Nutzerinnen und Nutzer durchaus Spielräume haben, mit dieser Adressierung unterschiedlich umzugehen – sie umzudeuten, zu unterlaufen, ironisch zu brechen, etc. Die Schilderungen von Bob und Paula zeigen genau das: Man kann sich entscheiden, bestimmte Dinge nicht wissen zu wollen (Bob), man kann versuchen, den „Partnervermittlungszirkus“ nicht ganz so ernst zu nehmen, wie er daherkommt (Paula), usw. Gäbe es diese Spielräume nicht, so wäre auch unsere Forschung weitgehend sinnlos. Denn was sollten wir dann noch wissen wollen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen ganz herzlichen Dank an alle Kommentatorinnen und Kommentatoren. Ich lese die Erfahrungsschilderungen und Debatten hier mit großem Interesse. Das ist genau das, was ich mir von diesem Blog erhofft habe. Und es stimmt mich zuversichtlich für unser Projekt: Denn offenbar besteht sowohl ein Bedürfnis nach Austausch über die eigenen Erfahrungen mit der Partnersuche im Internet als auch ein Interesse an (soziologischer) Reflexion – beides unabdingbare Voraussetzungen für das Gelingen unseres Projektes.<br />
Um den spannenden Diskussionen etwas mehr Sichtbarkeit zu verleihen, habe ich auf der Startseite Links zu den neuesten Kommentaren ergänzt.<br />
Inzwischen sind hier so viele interessante Punkte angesprochen worden, dass ich in der gebotenen Kürze unmöglich auf alle eingehen kann. Deshalb werde ich in den nächsten Blogposts immer wieder einmal auf Aspekte aus der Diskussion hier zurückkommen und sie mit eigenen Überlegungen zu verknüpfen versuchen.<br />
Eine generelle Bemerkung aber doch: Ich glaube nicht, das Eva Illouz  diejenigen, die im Internet nach einer Partnerin oder einem Partner suchen, pauschal als ‚hyperrationale IdiotInnen‘ bezeichnen würde. Dieser Begriff soll lediglich in einer stark zugespitzten Weise auf eine Gefahr aufmerksam machen, die uns (in vielen gesellschaftlichen Bereichen) drohen könnte, wenn wir die rationale Wahl und die ökonomischen Kosten-Nutzen-Analyse zum allein seligmachenden Prinzip erheben.<br />
Was ist aber dann mit der Figur der romantischen Unternehmerin? Sind alle Online-Dater Unternehmer in Sachen Romantik? Nein. Hier geht es zunächst lediglich um das, was wir im Projekt als „Adressierung“ bezeichnen – also um die Art und Weise, wie Online Dating Seiten ihre Nutzerinnen und Nutzer ansprechen. Dabei finden wir in der Tat Verweise auf ‚unternehmerische‘ Logiken wie Effizienz und rationales Kalkül ebenso wie Bezugnahmen auf das romantische Liebesideal.<br />
Allerdings gehen wir ebenso davon aus, dass die Nutzerinnen und Nutzer durchaus Spielräume haben, mit dieser Adressierung unterschiedlich umzugehen – sie umzudeuten, zu unterlaufen, ironisch zu brechen, etc. Die Schilderungen von Bob und Paula zeigen genau das: Man kann sich entscheiden, bestimmte Dinge nicht wissen zu wollen (Bob), man kann versuchen, den „Partnervermittlungszirkus“ nicht ganz so ernst zu nehmen, wie er daherkommt (Paula), usw. Gäbe es diese Spielräume nicht, so wäre auch unsere Forschung weitgehend sinnlos. Denn was sollten wir dann noch wissen wollen?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on The Romantic Entrepreneur oder: Wie liebt das unternehmerische Selbst? by Bob Hope</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/wie-liebt-das-unternehmerische-selbst/?#comment-151&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Bob Hope</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 09:25:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?p=73#comment-151&amp;lang=en</guid>
		<description>1.1) zur Auswahl des Portals - Warum ich &quot;Parship&quot; gegenüber &quot;love.at&quot; den Vorzug gab.

Es gibt Portale, wo Fotos zum Profil-Text gestellt werden können, die für alle von Anfang an einsehbar sind. 
Das führt dazu, dass manche Menschen Fotos ins Portal reinstellen, andere nicht (warum auch immer).
Wenn ich gestöbert habe, habe ich mir praktisch ausschließlich nur die Profile mit Fotos angesehen. Fotos haben eben eine Wirkung. Ein ziemlich unsinniges Vorauswahlkritierium, dachte ich mir.

Es gibt Portale, wo die &quot;Suchkritierien&quot; anderer einsehbar sind (Wunschpartner). In diese Explizität wollte ich das so genau gar nicht wissen. (Nicht alle Frauen* wünschen sich  so jemanden wie mich ;-). Ich machte anhand eines Beispiels eine kleine Studie und untersuchte Frauenprofile nach ihren Wunschvorstellungen nach der Körpergröße von Männern. In einem Sample von rund 80 Profilen hatten 40% der Frauen konkrete Größenangaben ihrer Wunschpartner angegeben. Im Schnitt 4% - 10% größer als sie selbst sollten die Wunschpartner sein. Durchschnittsgröße der Frauen: 1,66 m. Also rund 40% der Frauen suchten explizit nicht mich. Und das allein wegen der Körpergröße. Das darf doch nicht wahr sein! Keine einzige Frau hatte explizit Wunschpartner gesucht, die auch ein bisschen kleiner als sie selbst sein konnten. Jene Frauen, die keine Wunschangaben zur Körpergröße ihrer Partner angaben, würden ja vielleicht auch Männer, die kleiner sind als sie selbst &quot;in Kauf&quot; nehmen.
Diese Untersuchung machte ich an dem Tag, an dem ich mich selbst aus dem Portal liquidierte (als längst alles entschieden war).

Es gibt Portale, wo die Liste der &quot;Freunde&quot; anderer einsehbar ist, das heißt eine Liste von Menschen mit denen andere &quot;in Kontakt&quot; stehen.

Es gibt Portale, wo man sich die eigene Konkurrenz (profilmäßig) ansehen kann.

Man muss nicht all das wissen. Ich legte auf dieses Wissen keinen Wert. So ließ ich &quot;love.at&quot; weitgehend links liegen und stieg in Parship ein. Keine Fotos zu Anfang, keine Suchkritierien anderen Menschen einsehbar, sondern eine Vorschlagsliste (auf Basis eines computergestützten Matchingverfahren. Alle Frauen* wünschen sich so jemanden wie mich ;-) keine Einsicht, wie begehrt andere sind, keine Einsicht in die &quot;Konkurrnz&quot; auf der eigenen Seite.

Wenn &quot;love.at&quot; die/eine Disco des Internets ist, dann ist Parship das/ein Cafe-Haus der Internets. Internet ist nicht Internet. Das wäre, wie wenn wir außerhalb des Netzes zwischen Disco und Cafe-Hause keine Unterscheidung treffen wollten. Ich traf im Internet diese Entscheidung. Und sie spiegelte meine Neigungen wieder, wie ich sie aus meiner Welt außerhalb des Netzes kannte und kenne. In die Disco verschlägt es mich nur selten, ins Cafe-Haus setze ich mich immer wieder gerne.

* Das ist hier ein Scherz. Ich bin nicht ganz so blöd wie ich hier schreibe. Ich habe nur nachgedacht warum mir ein Portal lieber war als ein anderes. Meine Vorliebe im realen Leben fürs Cafe-Haus gegenüber der Disco sieht die Soziologie als Intuition an? Meinen Schritt es einmal übers Netz zu probieren als Akt eines hyperrationalen Idioten? Was war dann meine Entscheidung im Netz einem Portal gegenüber einem anderen den Vorzug zu geben? Transhyperrationale Idiotie? Oder doch wieder Intuition?

Intuitive Grüße
Bob Hope</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1.1) zur Auswahl des Portals &#8211; Warum ich &#8220;Parship&#8221; gegenüber &#8220;love.at&#8221; den Vorzug gab.</p>
<p>Es gibt Portale, wo Fotos zum Profil-Text gestellt werden können, die für alle von Anfang an einsehbar sind.<br />
Das führt dazu, dass manche Menschen Fotos ins Portal reinstellen, andere nicht (warum auch immer).<br />
Wenn ich gestöbert habe, habe ich mir praktisch ausschließlich nur die Profile mit Fotos angesehen. Fotos haben eben eine Wirkung. Ein ziemlich unsinniges Vorauswahlkritierium, dachte ich mir.</p>
<p>Es gibt Portale, wo die &#8220;Suchkritierien&#8221; anderer einsehbar sind (Wunschpartner). In diese Explizität wollte ich das so genau gar nicht wissen. (Nicht alle Frauen* wünschen sich  so jemanden wie mich <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> . Ich machte anhand eines Beispiels eine kleine Studie und untersuchte Frauenprofile nach ihren Wunschvorstellungen nach der Körpergröße von Männern. In einem Sample von rund 80 Profilen hatten 40% der Frauen konkrete Größenangaben ihrer Wunschpartner angegeben. Im Schnitt 4% &#8211; 10% größer als sie selbst sollten die Wunschpartner sein. Durchschnittsgröße der Frauen: 1,66 m. Also rund 40% der Frauen suchten explizit nicht mich. Und das allein wegen der Körpergröße. Das darf doch nicht wahr sein! Keine einzige Frau hatte explizit Wunschpartner gesucht, die auch ein bisschen kleiner als sie selbst sein konnten. Jene Frauen, die keine Wunschangaben zur Körpergröße ihrer Partner angaben, würden ja vielleicht auch Männer, die kleiner sind als sie selbst &#8220;in Kauf&#8221; nehmen.<br />
Diese Untersuchung machte ich an dem Tag, an dem ich mich selbst aus dem Portal liquidierte (als längst alles entschieden war).</p>
<p>Es gibt Portale, wo die Liste der &#8220;Freunde&#8221; anderer einsehbar ist, das heißt eine Liste von Menschen mit denen andere &#8220;in Kontakt&#8221; stehen.</p>
<p>Es gibt Portale, wo man sich die eigene Konkurrenz (profilmäßig) ansehen kann.</p>
<p>Man muss nicht all das wissen. Ich legte auf dieses Wissen keinen Wert. So ließ ich &#8220;love.at&#8221; weitgehend links liegen und stieg in Parship ein. Keine Fotos zu Anfang, keine Suchkritierien anderen Menschen einsehbar, sondern eine Vorschlagsliste (auf Basis eines computergestützten Matchingverfahren. Alle Frauen* wünschen sich so jemanden wie mich <img src='http://romanticentrepreneur.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  keine Einsicht, wie begehrt andere sind, keine Einsicht in die &#8220;Konkurrnz&#8221; auf der eigenen Seite.</p>
<p>Wenn &#8220;love.at&#8221; die/eine Disco des Internets ist, dann ist Parship das/ein Cafe-Haus der Internets. Internet ist nicht Internet. Das wäre, wie wenn wir außerhalb des Netzes zwischen Disco und Cafe-Hause keine Unterscheidung treffen wollten. Ich traf im Internet diese Entscheidung. Und sie spiegelte meine Neigungen wieder, wie ich sie aus meiner Welt außerhalb des Netzes kannte und kenne. In die Disco verschlägt es mich nur selten, ins Cafe-Haus setze ich mich immer wieder gerne.</p>
<p>* Das ist hier ein Scherz. Ich bin nicht ganz so blöd wie ich hier schreibe. Ich habe nur nachgedacht warum mir ein Portal lieber war als ein anderes. Meine Vorliebe im realen Leben fürs Cafe-Haus gegenüber der Disco sieht die Soziologie als Intuition an? Meinen Schritt es einmal übers Netz zu probieren als Akt eines hyperrationalen Idioten? Was war dann meine Entscheidung im Netz einem Portal gegenüber einem anderen den Vorzug zu geben? Transhyperrationale Idiotie? Oder doch wieder Intuition?</p>
<p>Intuitive Grüße<br />
Bob Hope</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on The Romantic Entrepreneur oder: Wie liebt das unternehmerische Selbst? by Paula Puschel</title>
		<link>http://romanticentrepreneur.net/index.php/wie-liebt-das-unternehmerische-selbst/?#comment-146&amp;lang=en</link>
		<dc:creator>Paula Puschel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 16:28:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://romanticentrepreneur.net/?p=73#comment-146&amp;lang=en</guid>
		<description>Hallo ForscherInnen, Beteiligte, Betroffene, Neugierige,
hier kommt ein Leserinnenbrief, den ich im Juni 2007, damals in der letzten Phase einer dann sehr bald glücklichst beeendeten elektronischen Partnersuche an die Zeitschrift Brigitte geschrieben habe. Wurde nicht veröffentlicht, aber hier ist vielleicht ein geeignetes Forum. Der Artikel dazu ist in Brigitte 13/07 unter dem Titel &quot;Gesetze des Kennenlernens&quot; erschienen. Muss man nicht lesen, ist aber ziemlich symptomatisch. 

&quot;Hilfe, ich kann es nicht mehr lesen und hören!  Wie wäre es eigentlich, wenn ihr die unappetitliche Mischung aus Evolutionsbiologie, Marktwirtschaft und verschärfter Statistik mal wegließet, die bei uns schwervermittelbaren Hochqualifizierten irgendwie doch am Selbstbewusstsein nagt, wenn wir nicht aufpassen.
Ich kann nur abraten, sich an dem Blödsinn zu orientieren, den Online-Datingagenturen in ihren ewigen Umfragen so abfragen. Von der Statistik aufs Leben zu schließen, ist nämlich ein Denkfehler: Ich möchte ganz sicher nichts mit (mindestens) 60% aller Männer anfangen, und weshalb sollte ich mich dann für deren zusammengefasste Meinungen interessieren?
Also, meine eigene Erfahrung sagt: locker nehmen, statistische &quot;Gesetze&quot; von der eigenen Situation unterscheiden (es sind Wahrscheinlichkeiten, mehr nicht!), Begegnungen mit der kleinen, feinen Auswahl menschlicher Wesen genießen, die wir selber treffen - und statt der ewigen Erfolgsstories würde ich auch mal gerne etwas über Abenteuer, Flops und Wirrnisse lesen.
Schöne Grüße&quot;
Ich glaube tatsächlich, da liegt eine mögliche Pointe der Verwandlung liebenswerter Leute in hyperrationale IdiotInnen (Illouz), aber auch ihrer Vermeidung:
Der ganze Partnervermittlungszirkus basiert ja nicht zuletzt auf Wahrscheinlichkeiten, Umfragen über Präferenzen, noch mehr Umfragen über Umfragen, der medialen Weiterverwurstung dieser Umfragen, sämtlichen Marketingtools dieser Welt, und alle diese Techniken (gar nicht mal so sehr &quot;das Internet&quot;, wie Illouz meint) unterstellen zuerste einmal in unterschiedlicher Weise nutzenmaximierende, Wahlen treffende und optimierende Subjekte, die wissen was sie wollen und wohldefinierte, abfragbare Profile haben. Und dabei muss diese Konstruktion noch mit der ganzen Ladung an Romantikverheißung getarnt werden. Diese Artefakte und Modellfiguren, die sich irgendwie nach dem Motto &quot;wir sind alle Individuen&quot; in diese Raster eingepasst haben, bekommt ein partnersuchender Mensch, der dieselbe Operation mitgemacht hat, dann zurück als bepunktete Vermittlungsvorschläge.
Aber die These von den hyperrationalen IdiotInnen unterstellt ja, dass die partnersuchenden Menschen an diese Konstruktionen &quot;glauben&quot; und sie ernst nehmen. Aber eben dahinter steckt der beschriebene Denkfehler, die Konfusion zwischen Statistik und hochindividueller Situation. Und das kann nur Stress und Frustration geben - vor allem für die berüchtigt schwer vermittelbaren Frauen über 40 mit Hochschulabschluss (solche wie ich z.B.). Als solche kann ich das nur betreiben, wenn ich es nicht ernst nehme. Wie denn, wenn ich einen wunderbaren Eindruck auf Durchschnitttstypen bestimmter Merkmalskombinationen mache, die mich bei klarer Betrachtung subjektiv einfach nicht vom Hocker reißen? 
Also, man *muss* nicht daran glauben. Allerdings habe ich mit diversen Partnersuch-Kollegen (ich habe eher die dezidiert nicht-unternehmerische Sorte getroffen, mit Ausnahmen) dann hochinteressante Gespräche über die Erfahrungen mit dem Funktionieren und Nicht-Funktionieren der Persönlichkeitstests und Matchingpunkte geführt - es war dann auch spannend, sich darüber auszutauschen. Vielleicht also gehört der hyperrationale Zirkus dabei zu den &quot;Regenmacher-Phänomenen&quot;, die zwar nicht so vordergründig und direkt funktionieren, wie sie sich darstellen, aber hintergründig und indirekt dann eben doch: nicht als direktes Matching, sondern als Spielmaterial für ein intuitiveres Abchecken und Kommunizieren und Reflektieren mit dem jeweiligen Gegenüber. Und alles in allem war&#039;s so für mich sogar ein ganz hervorragendes Intuitions-Training.
Schönen Gruss und viel Glück beim Forschen und Erleben
Paula</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo ForscherInnen, Beteiligte, Betroffene, Neugierige,<br />
hier kommt ein Leserinnenbrief, den ich im Juni 2007, damals in der letzten Phase einer dann sehr bald glücklichst beeendeten elektronischen Partnersuche an die Zeitschrift Brigitte geschrieben habe. Wurde nicht veröffentlicht, aber hier ist vielleicht ein geeignetes Forum. Der Artikel dazu ist in Brigitte 13/07 unter dem Titel &#8220;Gesetze des Kennenlernens&#8221; erschienen. Muss man nicht lesen, ist aber ziemlich symptomatisch. </p>
<p>&#8220;Hilfe, ich kann es nicht mehr lesen und hören!  Wie wäre es eigentlich, wenn ihr die unappetitliche Mischung aus Evolutionsbiologie, Marktwirtschaft und verschärfter Statistik mal wegließet, die bei uns schwervermittelbaren Hochqualifizierten irgendwie doch am Selbstbewusstsein nagt, wenn wir nicht aufpassen.<br />
Ich kann nur abraten, sich an dem Blödsinn zu orientieren, den Online-Datingagenturen in ihren ewigen Umfragen so abfragen. Von der Statistik aufs Leben zu schließen, ist nämlich ein Denkfehler: Ich möchte ganz sicher nichts mit (mindestens) 60% aller Männer anfangen, und weshalb sollte ich mich dann für deren zusammengefasste Meinungen interessieren?<br />
Also, meine eigene Erfahrung sagt: locker nehmen, statistische &#8220;Gesetze&#8221; von der eigenen Situation unterscheiden (es sind Wahrscheinlichkeiten, mehr nicht!), Begegnungen mit der kleinen, feinen Auswahl menschlicher Wesen genießen, die wir selber treffen &#8211; und statt der ewigen Erfolgsstories würde ich auch mal gerne etwas über Abenteuer, Flops und Wirrnisse lesen.<br />
Schöne Grüße&#8221;<br />
Ich glaube tatsächlich, da liegt eine mögliche Pointe der Verwandlung liebenswerter Leute in hyperrationale IdiotInnen (Illouz), aber auch ihrer Vermeidung:<br />
Der ganze Partnervermittlungszirkus basiert ja nicht zuletzt auf Wahrscheinlichkeiten, Umfragen über Präferenzen, noch mehr Umfragen über Umfragen, der medialen Weiterverwurstung dieser Umfragen, sämtlichen Marketingtools dieser Welt, und alle diese Techniken (gar nicht mal so sehr &#8220;das Internet&#8221;, wie Illouz meint) unterstellen zuerste einmal in unterschiedlicher Weise nutzenmaximierende, Wahlen treffende und optimierende Subjekte, die wissen was sie wollen und wohldefinierte, abfragbare Profile haben. Und dabei muss diese Konstruktion noch mit der ganzen Ladung an Romantikverheißung getarnt werden. Diese Artefakte und Modellfiguren, die sich irgendwie nach dem Motto &#8220;wir sind alle Individuen&#8221; in diese Raster eingepasst haben, bekommt ein partnersuchender Mensch, der dieselbe Operation mitgemacht hat, dann zurück als bepunktete Vermittlungsvorschläge.<br />
Aber die These von den hyperrationalen IdiotInnen unterstellt ja, dass die partnersuchenden Menschen an diese Konstruktionen &#8220;glauben&#8221; und sie ernst nehmen. Aber eben dahinter steckt der beschriebene Denkfehler, die Konfusion zwischen Statistik und hochindividueller Situation. Und das kann nur Stress und Frustration geben &#8211; vor allem für die berüchtigt schwer vermittelbaren Frauen über 40 mit Hochschulabschluss (solche wie ich z.B.). Als solche kann ich das nur betreiben, wenn ich es nicht ernst nehme. Wie denn, wenn ich einen wunderbaren Eindruck auf Durchschnitttstypen bestimmter Merkmalskombinationen mache, die mich bei klarer Betrachtung subjektiv einfach nicht vom Hocker reißen?<br />
Also, man *muss* nicht daran glauben. Allerdings habe ich mit diversen Partnersuch-Kollegen (ich habe eher die dezidiert nicht-unternehmerische Sorte getroffen, mit Ausnahmen) dann hochinteressante Gespräche über die Erfahrungen mit dem Funktionieren und Nicht-Funktionieren der Persönlichkeitstests und Matchingpunkte geführt &#8211; es war dann auch spannend, sich darüber auszutauschen. Vielleicht also gehört der hyperrationale Zirkus dabei zu den &#8220;Regenmacher-Phänomenen&#8221;, die zwar nicht so vordergründig und direkt funktionieren, wie sie sich darstellen, aber hintergründig und indirekt dann eben doch: nicht als direktes Matching, sondern als Spielmaterial für ein intuitiveres Abchecken und Kommunizieren und Reflektieren mit dem jeweiligen Gegenüber. Und alles in allem war&#8217;s so für mich sogar ein ganz hervorragendes Intuitions-Training.<br />
Schönen Gruss und viel Glück beim Forschen und Erleben<br />
Paula</p>
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