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	<description>Sociology of Online Dating</description>
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		<title>Endlich: Das Lied zur Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 13:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[UPDATE: Das Buch &#8220;Strukturierte Verantwortungslosigkeit&#8221; (s.u.) wurde von deutschen Feuilletonredakteur/inn/en gerade auf Platz 1 der Liste der Sachbücher des Monats September gewählt. Schön! Silke Silhouette: &#8220;Für mich soll&#8217;s Dividenden strömen&#8230;&#8221; Heute mal was anderes: Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Bern, Wien und Frankfurt habe ich im letzten Jahr ein wenig hinter die Kulissen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>UPDATE:</strong> Das Buch &#8220;Strukturierte Verantwortungslosigkeit&#8221; (s.u.) wurde von deutschen Feuilletonredakteur/inn/en gerade auf Platz 1 der Liste der <a href="http://www.ndr.de/kultur/literatur/sachbuchseptember106.html">Sachbücher des Monats September</a> gewählt. Schön!<br />
<br />
<object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/hDsB316OwIc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube-nocookie.com/v/hDsB316OwIc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p><strong>Silke Silhouette: &#8220;Für mich soll&#8217;s Dividenden strömen&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>Heute mal was anderes: Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Bern, Wien und Frankfurt habe ich im letzten Jahr ein wenig hinter die Kulissen des Bankensektors geschaut. In vielen Interviews mit den Beteiligten haben wir versucht, die Krisendynamik der letzten Jahre aus der Binnensicht heraus genauer zu verstehen. Daraus ist ein schönes Buch entstanden, das gerade bei Suhrkamp erschienen ist (s.u.).<br />
Als ich neulich zur &#8216;Release-Party&#8217; bei Claudia Honegger in Bern war, hat der geschätzte Kollege &#8220;Silke Silhouette&#8221; sein Lied zum Thema präsentiert: &#8220;Für mich soll&#8217; Dividenden strömen&#8221; (Hildegard Knef lässt grüßen&#8230;) Klasse! Das wollte ich euch nicht vorenthalten.</p>
<p>Das Buch:<br />
Claudia Honegger, Sighard Neckel, Chantal Magnin (Hrsg.) 2010:<br />
<a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/strukturierte_verantwortungslosigkeit-_12607.html">Strukturierte Verantwortungslosigkeit &#8211; Berichte aus der Bankenwelt.</a><br />
Berlin (sic!): Suhrkamp.</p>
<p>Ein paar Medienechos:<br />
3sat Kulturzeit: <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/145631/index.html">Flirten mit dem Risiko</a>, Interview mit Sighard Neckel, 24.6.2010<br />
Frankfurter Rundschau: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2742091_Innenansicht-aus-der-Welt-der-Banken-Der-Markt-ist-die-Kuh.html">Der Markt ist die Kuh</a>, Rezension im Feuilleton, 11.6.2010</p>
<p>mehr bei <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/34379.html">Perlentaucher.de</a></p>
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		<title>Zwischen den Welten – soziale Ungleichheit in und aus dem Netz</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:38:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Articles & Ideas]]></category>
		<category><![CDATA[Conference]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Online Dating]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitte März hat in Frankfurt eine Tagung zum Thema „Ungleichheit aus kommunikations- und mediensoziologischer Perspektive“ stattgefunden. Auch ich war hier mit einem Vortrag vertreten. Dem Organisator Christian Stegbauer sei Dank, dass er dieses wichtige Thema aufgegriffen hat. Gerade was das Internet betrifft, so hoffen immer noch viele auf die Entstehung eines demokratischen, ja egalitären Kommunikationsraumes, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte März hat in Frankfurt eine Tagung zum Thema „Ungleichheit aus kommunikations- und mediensoziologischer Perspektive“ stattgefunden. Auch ich war hier mit einem Vortrag vertreten. Dem Organisator Christian Stegbauer sei Dank, dass er dieses wichtige Thema aufgegriffen hat. Gerade was das Internet betrifft, so hoffen immer noch viele auf die Entstehung eines demokratischen, ja egalitären Kommunikationsraumes, in dem klassische Formen von sozialer Ungleichheit und Benachteiligung eine geringere Rolle spielen würden als außerhalb des Netzes.<br />
Zumindest im Hinblick auf Online Dating vertrete ich hier eine dezidierte Gegenthese. Die Sites betreiben einen hohen Aufwand, um in ihren Suchoptionen, Profilvorgaben etc. die sozialen Ungleichheitsrelationen aus der Offline-Welt in das Medium Internet zu übersetzen und hier zur Geltung zu bringen. Das betrifft klassische sozioökonomische Unterscheidungsmerkmale wie Einkommen und Bildung ebenso wie die „feinen Unterschiede“ in den subkulturellen Differenzierungen des Lebensstils; es betrifft Fragen der tugendhaften Lebensführung ebenso wie die Selbstklassifizierung nach stereotypisierten Körperbildern.<br />
Im Ergebnis entsteht ein soziales Setting der Beziehungsanbahnung, in dem man sich wie in kaum einem anderen Zusammenhang vorab über die ungleichheitsrelevanten Merkmale einer Person informieren kann – und dies lange bevor man eine einzige Zeile im Chat oder per Email ausgetauscht hat.</p>
<p>Mehr dazu im <a href="http://www.romanticentrepreneur.net/doc/KaiDroege_ZwischenDenWelten_2010.pdf">Volltext des Vortrages (PDF)</a></p>
<p>weitere Info: <a href="http://www.soz.uni-frankfurt.de/Medien-Kommunikationssoziologie/Medienungleichheit/Medienungleichheit_Programm_Linked.html">Tagungsprogramm</a></p>
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		<title>Blog und Podcast „Kapitalistischer Realismus“</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 16:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Frisch zurück aus dem Urlaub, möchte ich erst einmal eine Lese- und vor allem Hörempfehlung geben. Sighard Neckel und Monica Titton haben an der Universität Wien eine hervorragend besetzte Ringvorlesung veranstaltet, die unter dem Titel „Kapitalistischer Realismus“ lief. Inzwischen sind alle Vorträge als MP3s online abrufbar. Eine geballte Ladung soziologischer Zeitdiagnose, die in Kunst, Kultur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_219" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><img src="http://romanticentrepreneur.net/wp-content/uploads/2009/08/kap_real3.jpg" alt="Gerhard Richter und Konrad Lueg: Kapitalistischer Realismus" title="Gerhard Richter und Konrad Lueg: Kapitalistischer Realismus" width="490" height="250" class="size-full wp-image-219" /><p class="wp-caption-text">Gerhard Richter und Konrad Lueg: Kapitalistischer Realismus</p></div>Frisch zurück aus dem Urlaub, möchte ich erst einmal eine Lese- und vor allem Hörempfehlung geben. Sighard Neckel und Monica Titton haben an der Universität Wien eine hervorragend besetzte Ringvorlesung veranstaltet, die unter dem Titel „Kapitalistischer Realismus“ lief. Inzwischen sind alle Vorträge als MP3s online abrufbar. Eine geballte Ladung soziologischer Zeitdiagnose, die in Kunst, Kultur und Ökonomie analysiert, wie der Kapitalismus unseren Alltag durchdringt.<br />
Der Titel nimmt Bezug auf eine Kunstaktion von Gerhard Richter und Konrad Lueg im Oktober 1963 in einem Düsseldorfer Möbelhaus (siehe Foto oben). Damals war der „Kapitalistische Realismus“ noch ein ironisches Gegenbild zum östlichen „Realsozialismus“. Inzwischen ist aber auch dieser Widerpart weitgehend obsolet geworden. Die kapitalistische Lebensform hat sich sowohl global als auch innergesellschaftlich in einem Maße ausgedehnt, wie es damals kaum denkbar war.<br />
Die Vorträge der Ringvorlesung nehmen jedoch nicht nur die Art und Weise in den Blick, wie diese Ausdehnung unsere Kultur und Gesellschaft umgeformt hat. Sie fragen ebenso nach den Grenzen, Bruchstellen und paradoxen Interventionen, die diese Entwicklung immer schon begleitet haben und auch heute noch begleiten.<br />
Prädikat „hörens- und bedenkenswert“ </p>
<p>Weitere Infos:<br />
<a href="http://kapitalistischerrealismus.blogspot.com/">Blog „Kapitalistischer Realismus“</a><br />
<a href="http://kapitalistischerrealismus.blogspot.com/2009/02/das-programm-der-ringvorlesung-ist.html">Programm der Ringvorlesung</a></p>
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		<title>Programm Workshop steht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 12:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Conference]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Pardon für die lange Blogabstinenz, dazu am Ende etwas mehr. Doch zunächst nochmals zum Workshop „Personale Identität im Zeitalter des digitalen Selbst“ auf dem diesjährigen Kongress der SGS in Genf. Wir haben sehr interessante Vorschläge bekommen und konnten den Workshop daher auf zwei Sessionen ausdehnen. Inzwischen sind auch die genauen Zeiten festgelegt (s.u.). Natürlich freut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pardon für die lange Blogabstinenz, dazu am Ende etwas mehr.<br />
Doch zunächst nochmals zum Workshop „Personale Identität im Zeitalter des digitalen Selbst“ auf dem diesjährigen Kongress der SGS in Genf. Wir haben sehr interessante Vorschläge bekommen und konnten den Workshop daher auf zwei Sessionen ausdehnen. Inzwischen sind auch die genauen Zeiten festgelegt (s.u.). Natürlich freut es mich besonders, dass das Thema Online Dating breit vertreten ist. Ich bin gespannt auf interessante Diskussionen.<br />
Hier das endgültige Program:</p>
<h4>W13 | L’identité personnelle à l’heure du « soi digital » &#8211; Personale Identität im Zeitalter des „digitalen Selbst“</h4>
<p>Organisation/Moderation: Olivier Voirol &#038; Kai Dröge (Université de Lausanne)</p>
<p><em>Session 1 l Mittwoch, 9. September 2009 l 14:45 – 16:15 Uhr l MR040</em><br />
1 l Achim Brosziewski l Wieviel Körper verträgt die digitalisierte Person? Systemtheoretische Thesen zur Strukturbildung im Medium der Digitalität<br />
2 l Kai Dröge l Romantische Unternehmer im Netz ‐ von widersprüchlichen Identitätsangeboten im Feld des Online‐Dating<br />
3 l Susann Wagner l Kommunikation in internetbasierten Partnerbörsen ‐ Vom Suchen (und Finden) der Liebe im Netz. Eine empirische Untersuchung am Beispiel der Partnerbörse FriendScout24</p>
<p><em>Session 2 l Mittwoch, 9 September 2009 l 16:45 – 18:15 Uhr l MR040</em><br />
1 l Amaranta Cecchini l Ajustements identitaires dans les relations amoureuses sur internet<br />
2 l Sami Coll l Y a‐t‐il une sphère privée pour le &#8216;Soi digital&#8217; ? La volonté de savoir et la gestion de l&#8217;intimité<br />
3 l David L.J. Gerber l Jeu en ligne et enjeu de la nationalité. La construction identitaire des joueurs et groupes de joueurs</p>
<h4>Was bisher geschah…</h4>
<p>Für mich persönlich war die letzte Zeit recht turbulent. Vor zwei Wochen hatte ich meine Disputation. Das Projekt Promotion ist damit nun glücklich abgeschlossen – bis auf die Publikation, über die ich mir in den nächsten Monaten Gedanken machen muss. Das Semester an der hsw Luzern, wo ich als Dozent für empirische Methoden tätig bin, ist auch gut zu Ende gegangen.<br />
Schließlich habe ich auch einige Zeit mit der Organisation von Interviews im Online-Dating-Projekt verbracht. Nach gewissen Startschwierigkeiten konnte ich mittlerweile interessante Kontakte knüpfen &#8211; dank der tatkräftigen Unterstützung Schweizer Kolleginnen und Kollegen. In der nächsten Zeit wird die Forschung mehr im Mittelpunkt stehen; dann gibt es auch hier im Blog wieder etwas zu berichten. Aber zuvor verbringe ich noch zwei Wochen auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gozo">Gozo</a> – Sonnenbaden, Schnorcheln und den Promotionsstress abspülen.<br />
Ich wünsche allen einen schönen Sommer,<br />
Kai</p>
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		<title>Workshop &#8220;Personal Identity in the Age of the Digital Self&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 15:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sorry, this entry is only available in Français and Deutsch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, this entry is only available in <a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/feed/?lang=fr">Français</a> and <a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/feed/?lang=de">Deutsch</a>.</p>
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		<title>Körperwissen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Mar 2009 16:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Articles & Ideas]]></category>
		<category><![CDATA[Conference]]></category>
		<category><![CDATA[Online Dating]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 5./6. März war ich in Landau (Pfalz) auf einer Tagung zum Thema „Körperwissen“, veranstaltet von den Sektionen Wissenssoziologie und Soziologie des Körpers und des Sports der DGS. Sehr inspirierend für das Thema unseres Projektes. Denn am Beispiel Online Dating lässt sich gut beobachten, wie wichtig der Körper für soziale Interaktionen ist – gerade weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/popilop/247176511/"><img src="http://romanticentrepreneur.net/wp-content/uploads/2009/03/body.jpg" alt="body: von Sam UL auf flickr" title="body: von Sam UL auf flickr" width="250" height="188" class="alignright size-full wp-image-156"></a>Am 5./6. März war ich in Landau (Pfalz) auf einer Tagung zum Thema „Körperwissen“, veranstaltet von den Sektionen Wissenssoziologie und Soziologie des Körpers und des Sports der DGS. Sehr inspirierend für das Thema unseres Projektes. Denn am Beispiel Online Dating lässt sich gut beobachten, wie wichtig der Körper für soziale Interaktionen ist – gerade weil er (zunächst) abwesend ist. <span id="more-149"></span></p>
<h4>Wenn der Körper ins Spiel kommt</h4>
<p>Wie Bob in seinem Kommentar zum <a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/wie-liebt-das-unternehmerische-selbst/">letzten Artikel</a> zu Recht bemerkt, kehrt sich die übliche Reihenfolge der ‚Beziehungsanbahnung‘ im Internet tendenziell um: Während sonst die körperliche Anziehung und intuitive Sympathie meist das primäre sind und die verbale Kommunikation und das kognitive Wissen über eine Person erst später folgen, kommt im Netz Information und textuelle Kommunikation zuerst.<br />
Dies führt – wie immer wieder berichtet wird – oft zu Problemen, wenn sich die Personen dann tatsächlich das erste Mal außerhalb des Netzes begegnen. Das Bild, das man sich von dem Gegenüber gemacht hat, passt häufig nicht mit der Erfahrung der direkten körperlichen Begegnung zusammen. Wenn hier die ‚Chemie‘ nicht stimmt, kann die in der Online-Kommunikation aufgebaute Nähe und Vertrautheit sehr schnell zusammenbrechen; die noch junge Beziehung erlebt ihre erste Krise&#8230;<br />
(Übrigens weist diese Beobachtung auf den interessanten Aspekt hin, dass unser Körper offenbar über eine spezifische Form der Phantasie verfügt, die das Bild eines physisch abwesenden Kommunikationspartners entsprechend ergänzt. Dem müsste man weiter nachgehen.)</p>
<h4>Butler, Bourdieu oder Berger (&#038; Luckmann)?</h4>
<p>Wie dieses Problem theoretisch zu fassen ist, ist mir allerdings noch weitgehend unklar. Wenn unser „Körperwissen“ (d.h. unser Wissen sowohl über den eigenen als auch über den fremden Körper und wie beide zueinander passen) wesentlich über hegemoniale kulturelle Muster und diskursiv reproduzierte Körperbilder geprägt ist (so – grob gesagt – die zentrale Einsicht dekonstruktiver Gender- und Queer-Theorien), dann sollte es das beschriebene Problem eigentlich nicht geben: Schließlich partizipieren beide Partner an diesem kulturellen Wissensvorrat und können auch schon in der textuellen Kommunikation, im Austausch von Fotos, etc. ihre Körperbilder diskursiv abgleichen.<br />
Bourdieus Habitustheorie hilft hier ebenfalls nur begrenzt weiter. Wenn körperliche ‚Passung‘ und Sympathie vor allem über eine gemeinsame soziale Herkunft konstituiert wird, die sich in Gestalt spezifischer Ausdrucksformen und Routinen in unseren Körper einschreibt („Hexis“), dann sollte das beschriebene Problem eigentlich ebenfalls nicht existieren. Denn Studien zeigen, dass auch im Netz häufig Paare ähnlicher sozialer Herkunft zusammenfinden (bspw. Fiore/Donath 2005). Die umfangreichen Informationsmöglichkeiten über Bildungsstand, Einkommen, Hobbies etc. befördern Homogamie sogar noch zusätzlich. Warum bemerken die Paare also dann erst in der Face-to-face-Begegnung, dass sie trotz habitueller Nähe körperlich nicht harmonieren?<br />
Was den Partnern fehlt, die sich das erste Mal außerhalb des Netzes begegnen, sind weder geteilte kulturelle Körperbilder noch eine ähnliche soziale Herkunft und Sozialisation. Was ihnen fehlt ist die gemeinsame Erfahrung der alltäglichen Interaktion in körperlicher Kopräsenz. Der französische Soziologe Jean-Claude Kaufmann hat in seinen Studien zum „Morgen danach“ (2004) und zur „schmutzigen Wäsche“ (1995) anschaulich gezeigt, wie wichtig solche Erfahrungen für den Aufbau und die Stabilisierung von Paarbeziehungen sind. </p>
<h4>Die körperliche Konstruktion der (Paar-)Wirklichkeit</h4>
<p>Die Bedeutung, die diesen alltäglichen Interaktionen zukommt, lässt in meinen Augen eine Analyseperspektive fruchtbar erscheinen, die an das Konzept des Alltagswissens und damit an die Tradition der phänomenologischen Wissenssoziologie von Schütz und Berger/Luckmann anschließt.<br />
Es gibt einen schönen Aufsatz von Peter L. Berger und Hansfried Kellner über „die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit“ von 1965, in dem sie analysieren, wie junge Paare im intensiven Austausch sukzessive eine gemeinsame „Wirklichkeitskonstruktion“ herausbilden und so an (Paar)Identität und Stabilität gewinnen. Von zentraler Bedeutung ist aus ihrer Sicht dabei das oft stundenlange Gespräch über Gott und die Welt, über die eigene Biographie und über den Alltag, das wohl jede(r) von uns aus der Frühphase von Liebesbeziehungen kennt.<br />
Das Beispiel des Online Dating könnte uns allerdings lehren, dass das ‚Gespräch‘ alleine nicht ausreicht – denn das gibt es ja auch schon im Netz. Hinzutreten müssen offenbar alltägliche Interaktionen in körperlicher Kopräsenz, die für die Herausbildung einer gemeinsamen „Wirklichkeitskonstruktion“ und Paaridentität möglicherweise von ebenso großer Bedeutung sind.<br />
Wenn das so ist, sind damit natürlich eine Reihe recht grundsätzlicher Fragen aufgeworfen über die Rolle des Körpers in der (Re-)Produktion unseres Alltagswissens und letztlich auch in der „gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit“ insgesamt – Fragen, auf die ich bisher noch keine Antworten habe.<br />
Grund genug, sich weiter mit der Soziologie des „Körperwissens“ zu befassen. Die Tagung in Landau war dazu ein inspirierender Auftakt. Ich hoffe dass es – wie von den Veranstaltern Reiner Keller und Michael Meuser angedacht – eine Fortsetzung geben wird.</p>
<h4>Weitere Infos</h4>
<p><a href="http://www.uni-koblenz-landau.de/landau/aktuelles/archiv-2009/tagungkoerperwissen">Konzept und Programm der internationalen Fachtagung „Körperwissen“</a> der Sektionen Wissenssoziologie und Soziologie des Körpers und des Sports in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, März 2009, Universität Koblenz-Landau</p>
<h4>Literatur</h4>
<p><small></p>
<p><em>Berger, Peter L. &#038; Kellner, Hansfried</em> 1965: Die Ehe und die Konstruktion der Wirklichkeit. In: Soziale Welt, Jg. 16: 220-235. </p>
<p><em>Fiore, Andrew T. &#038; Donath, Judith S.</em> 2005: Homophily in Online Dating: When Do You Like Someone Like Yourself? Cambridge: MIT Media Laboratory [online: <a href="http://smg.media.mit.edu/papers/atf/fiore_donath_chi2005_short.pdf">http://smg.media.mit.edu/papers/atf/fiore_donath_chi2005_short.pdf</a>, 18.01.2007]. </p>
<p><em>Kaufmann, Jean-Claude</em> 1995: Schmutzige Wäsche. Zur ehelichen Konstruktion von Alltag. Konstanz: UVK. </p>
<p><em>Kaufmann, Jean-Claude</em> 2004: Der Morgen danach. Wie eine Liebesgeschichte beginnt. Konstanz: UVK.<br />
</small></p>
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		<title>The Romantic Entrepreneur oder: Wie liebt das unternehmerische Selbst?</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 18:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[Articles & Ideas]]></category>
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		<category><![CDATA[Online Dating]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist das, der &#8220;romantische Unternehmer&#8221;, diese seltsame Figur, die diesem Blog seinen Namen gegeben hat? Seit wann sind denn Unternehmerinnen Romantikerinnen oder Romantiker Unternehmer? Nun &#8211; natürlich ist das ein eher metaphorisches Bild. Diese Figur verkörpert eine Spannung zwischen zwei antagonistischen Logiken, die für das Feld des Online Dating charakteristisch ist: die Spannung zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ist das, der &#8220;romantische Unternehmer&#8221;, diese seltsame Figur, die diesem Blog seinen Namen gegeben hat? Seit wann sind denn Unternehmerinnen Romantikerinnen oder Romantiker Unternehmer?<br />
Nun &#8211; natürlich ist das ein eher metaphorisches Bild. Diese Figur verkörpert eine Spannung zwischen zwei antagonistischen Logiken, die für das Feld des Online Dating charakteristisch ist: die Spannung zwischen ökonomischer Rationalität, Selbstvermarktung und Konsumismus auf der einen Seite und Intimität, Emotionalität und romantischer Liebe auf der anderen Seite.</p>
<p><span id="more-73"></span></p>
<h4>Das Ebay der Liebe</h4>
<p>Online Dating verspricht eine bisher ungekannte Effektivierung der Partnersuche ebenso wie eine Optimierung der daraus (möglicherweise) folgenden Beziehung.<br />
Nie war es so leicht, an detaillierte Informationen über Hunderttausende oder gar Millionen von beziehungswilligen Singles zu gelangen, die nur wenige Mausklicks entfernt auf eine Kontaktaufnahme warten. Bei der Selektion helfen elaborierte Suchmechanismen und computergestützte Matchingverfahren. Einer bis ins Detail passgenauen Partnerschaft scheint nichts mehr im Wege zu stehen.</p>
<blockquote><p>Über 28 Mio Singles aus ganz Europa warten auf Sie!<br />
<small>(<a href="http://www.meetic.ch">meetic.ch</a>)</small></p></blockquote>
<p>Sie lieben chinesische Kalligraphie, hassen Hunde und sind im Bett eher dominant? Kein Problem – man wird ihnen dennoch ausreichend Partner(innen)vorschläge unterbreiten, um damit mehr als ein Menschenleben in serieller Monogamie ausfüllen zu können.<br />
Online Dating adaptiert die Prinzipien des modernen Massenkonsums für die Sphäre von Liebe und Partnerschaft (Illouz 2006: 129f.; Arvidsson 2005). Das Internet präsentiert sich als ein wahres Shoppingparadies der Partnersuche, man könnte fast sagen: als Ebay der Liebe.</p>
<blockquote><p>Scout24 schafft Transparenz in intransparenten Märkten – Jobsuche, der Kauf einer Wohnung, eines Autos oder eines Notebooks, Altersvorsorge oder die Partnersuche.<br />
<small>(<a href="http://http://www.scout24.com/de/unternehmen.asp">Scout24</a>, Betreiber von Friendscout24 und diversen E-Commerce-Portalen)</small></p></blockquote>
<h4>Das unternehmerische Selbst</h4>
<p>Es liegt nahe, hier an die Figur des unternehmerischen Selbst zu denken, wie sie Michel Foucault (2004) und im Anschluss daran die Gouvernementality Studies (Rose 1992; Bröckling 2007) beschrieben haben.<br />
Das unternehmerische Selbst zeichnet sich durch eine spezifische Ethik der Selbstverantwortung aus, die sich in dem permanenten Streben nach einer Optimierung des eigenen Humankapitals niederschlägt: Durch eine Rationalisierung des Lebens, durch die stete Arbeit an der individuellen Employability, durch eine Perfektionierung von Körper und Persönlichkeit.<br />
Das Modell des unternehmerischen Selbst liegt den neoliberalen Reformen des Sozialstaats zugrunde, die die Eigenverantwortlichkeit des Individuums in den Mittelpunkt stellen. Es findet sich aber auch in vielen aktuellen Managementlehren („Intrapreneurship“), in dem populären Genre der Lebens- und Erfolgsratgeberliteratur, usw.</p>
<blockquote><p>Liebe ist kein Zufall. Partnersuche mit Erfolg: Finden Sie mit ElitePartner.ch gezielt Singles, die zu Ihrem Anspruch passen.<br />
<small>(<a href="http://www.elitepartner.ch">elitepartner.ch</a>)</small></p></blockquote>
<p>Online Dating reiht sich nahtlos in diese Kette ein. Es verspricht eine unternehmerische Rationalisierung im Feld der Partnerschaft, Liebe und Emotionalität. Ein gigantisches Angebot, eine effektivierte Suche und schließlich: Eine optimierte Beziehung, die bei der Maximierung des eigenen Humankapitals nicht mehr im Wege steht, sondern im Gegenteil dazu beitragen kann.</p>
<h4>Die Macht des Schicksals</h4>
<p>Die Sprache der Effizienz, Rationalität und des Massenkonsums ist jedoch keinesfalls die einzige, die wir im Feld des Online Dating finden. Gleichzeitig sind die Referenzen zum kulturellen Ideal der romantischen Liebe unverkennbar. Herzen, Rosen, die Farbe Rot, aneinandergeschmiegte Paare, der Kuss – schon die visuelle Gestaltung der Dating Sites bemüht das ganze symbolische Repertoire des modernen Liebesideals in gedrängter Form.</p>
<blockquote><p>Wenn ich daran denke, wie unsere Geschichte ihren Lauf genommen hat, dann kann das nur ein Wunder sein.<br />
<small>(Angie auf <a href="http://magazin.ilove.de/singlelife/erfolgsstories/ein-grosse-liebe-braucht-nicht-viele-worte-wir-heiraten.html">iLove</a>)</small></p></blockquote>
<p>Erzählungen über Online-Liebesgeschichten unterscheiden sich oft wenig von jenen der Welt außerhalb des Netzes.<br />
Das romantische Ideal enthält ein spezifisches narratives Muster, in das auch die Internet-Liebe eingepasst wird: Der schicksalhafte Anfang, die plötzliche, intuitive Anziehung, die Hindernisse, die es bis zum glücklichen Ende zu überwinden gilt – solche klassischen Motive, die wir schon in der Romanwelt des 19. Jahrhunderts finden (Lenz 2006: 259ff.), prägen auch die Schilderungen heutiger Online-Beziehungen.</p>
<blockquote><p>Nie habe ich gedacht das man die Liebe seines Lebens im Internet finden kann aber ich erlebe es gerade selbst und das ist wundervoll.<br />
<small>(Petra auf <a href="http://magazin.ilove.de/singlelife/erfolgsstories/never-ending-lovestory.html">iLove</a>)</small></p></blockquote>
<p>Ganz im Gegensatz zu dem strategischen Kalkül des unternehmerischen Selbst wird hier die Unplanbarkeit und Schicksalhaftigkeit der Liebe beschworen, ihre außeralltägliche Macht, die sich der bewussten Kontrolle entzieht.</p>
<h4>Romantische Unternehmer?</h4>
<p>Online Dating verweist auf beide Logiken zugleich und konstruiert damit die eigentümliche Zwittergestalt des romantischen Unternehmers – eine Figur, die die eigene Partnersuche strategisch rationalisiert und nach dem Vorbild des Massenkonsums optimiert, aber gleichzeitig nach Intimität, Emotionalität und Verzauberung durch das Schicksal sucht.<br />
Die interne Widersprüchlichkeit dieser Figur ist unübersehbar. Es wäre erstaunlich, wenn diese Widersprüchlichkeit nicht auch zu Friktionen und Ambivalenzen im alltäglichen Handeln führen würde.<br />
Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen:</p>
<ul>
<li>Wie gehen die Nutzerinnen und Nutzer von Online-Dating-Sites mit der unklaren „Rahmung“ der Situation (Goffman 1977) zwischen Markt und Liebe um?</li>
<li>Wie verständigen sie sich darüber, ob sie gerade als strategische, unternehmerische Akteure oder als romantisch Liebende handeln?</li>
<li>Wie verhalten sie sich zu der Adressierung als romantische Unternehmer – übernehmen sie diese Adressierung, oder deuten sie sie um und unterlaufen sie in der Praxis?</li>
</ul>
<p>Das sind zentrale Fragen unserer weiteren Forschung. Wir werden sehen, was uns die Nutzerinnen und Nutzer von Online Dating über ihre Erfahrungen als romantische Unternehmer des Internets berichten können.</p>
<h4>Literatur</h4>
<p><small><br />
<em>Arvidsson, Adam</em> 2005: Quality Singles: Internet Dating as Immaterial Labour (Cultures of Consumption, Working Paper Series). [online: <a href="http://www.consume.bbk.ac.uk/working_papers/ArvidssonReality.final.doc">http://www.consume.bbk.ac.uk/working_papers/ArvidssonReality.final.doc</a>, 12.02.2007].</small></p>
<p><small><em>Bröckling, Ulrich</em> 2007: Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</small></p>
<p><small><em>Foucault, Michel</em> 2004: Geschichte der Gouvernementalität I: Sicherheit, Territorium, Bevölkerung. Vorlesung am Collège de France, 1977 – 1978. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</small></p>
<p><small><em>Goffman, Erving</em> 1977: Rahmen-Analyse. Ein Versuch über die Organisation von Alltagserfahrungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</small></p>
<p><small><em>Illouz, Eva</em> 2006: Gefühle in Zeiten des Kapitalismus. Adorno-Vorlesungen 2004. Frankfurt am Main: Suhrkamp.</small></p>
<p><small><em>Lenz, Karl</em> 2006: Soziologie der Zweierbeziehung. Eine Einführung (3. Auflage). Wiesbaden: VS Verlag.</small></p>
<p><small><em>Rose, Nikolas </em>1992: Governing the enterprising self. In: Heelas, Paul &amp; Morris, Paul (Hrsg.): The Values of the enterprise culture. The moral debate. London/New York: Routledge.<br />
</small></p>
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		<title>About this Blog</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 14:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
				<category><![CDATA[English]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[This blog will serve as a kind of public notebook for thoughts, ideas, and discussions around the project “Online Dating &#8211; Mediated Communication between Romantic Love and Economic Rationalization”. This three-year sociological research project is a cooperation between the University of Lausanne, Switzerland, and the Institute for Social Research, Frankfurt/M., Germany, and is funded by [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This blog will serve as a kind of public notebook for thoughts, ideas, and discussions around the project <em>“Online Dating &#8211; Mediated Communication between Romantic Love and Economic Rationalization”. </em>This three-year sociological research project is a cooperation between the <a href="http://www.unil.ch/">University of Lausanne</a>, Switzerland, and the <a href="http://www.ifs.uni-frankfurt.de/">Institute for Social Research</a>, Frankfurt/M., Germany, and is funded by the <a href="http://www.snf.ch/">Swiss National Science Foundation (SNSF)</a>.</p>
<p>You can find out more about the project on the following pages:</p>
<ul>
<li><a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/about/project/?lang=en/" target="_self">Project information in English</a></li>
<li><a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/about/project/?lang=fr">Informations en français</a></li>
<li><a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/about/project/?lang=de">Projektinformationen auf Deutsch</a></li>
</ul>
<p><span id="more-63"></span><br />
The project is conducted by <a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/olivier-voirol/">Olivier Voirol</a>, junior assistant professor at the University of Lausanne and researcher at the Institute for Social Research (project applicant), and me, <a href="http://romanticentrepreneur.net/index.php/kai-droge/">Kai Dröge</a>, a sociologist currently also associated with the University of Lausanne, the Institute for Social Research as well as the Lucerne University of Applied Sciences and Arts.</p>
<p>In this blog, we will present (preliminary) results of our study, share some methodological considerations with you, discuss new literature, and give some insight in the everyday challenges of sociological research. For us, this is an experiment testing out new forms of scientific publication and discussion. We will see where it leads…</p>
<p>Articles will be in English, French or German – depending on the topic (and on the current mood of the author).</p>
<p>So if you are</p>
<ul>
<li>a sociologist interested in topics like love, couple formation, rationalization, and the internet,</li>
<li>a student looking for some insight in the practice of qualitative social research,</li>
<li>a journalist writing about online dating or related topics,</li>
<li>somebody with any other kind of interest in what we are doing,</li>
</ul>
<p>you are invited to join us as a reader and as a discussion partner. We would greatly appreciate to get some feedback from you; please use the comments function or send an email to <a href="mailto:mail_at_romanticentrepreneur.net">mail_at_romanticentrepreneur.net</a> (replace _at_ with @).</p>
<p>If you want to get regular updates on this blog, you should <a href="../?feed=rss2">subscribe to our rss-feed</a> (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/RSS">what is that?</a>).</p>
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		<title>Die Angst vor dem leeren Blog&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 19:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Dröge</dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;gibt es das? Vielleicht. Eigentlich absurd, schließlich ist der erste Blogeintrag vermutlich einer der am wenigsten gelesenen überhaupt. Noch hat dieser Blog keine Leserinnen oder Leser. Sollte sich das einmal ändern, dann wird wohl kaum jemand mit dem ersten Post beginnen wie mit dem Vorwort in einem Buch. Der us-amerikanische Anthropologe Michael Wesch hat mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gibt es das? Vielleicht.</p>
<p>Eigentlich absurd, schließlich ist der erste Blogeintrag vermutlich einer der am wenigsten gelesenen überhaupt. Noch hat dieser Blog keine Leserinnen oder Leser. Sollte sich das einmal ändern, dann wird wohl kaum jemand mit dem ersten Post beginnen wie mit dem Vorwort in einem Buch.</p>
<p><span id="more-25"></span><br />
Der us-amerikanische Anthropologe <a href="http://mediatedcultures.net" target="_blank">Michael Wesch</a> hat mit seinen Studierenden einmal systematisch die ersten Einträge in diversen Video-Blogs auf YouTube untersucht (er berichtet davon in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TPAO-lZ4_hU" target="_blank">diesem sehenswerten Video</a>). Dabei beobachtet er ebenfalls eine große Unsicherheit bei vielen neuen Video-Bloggern. Seine Erklärung: Der soziale Kontext kollabiert. Der soziale Kontext &#8211; das ist hier ein zumindest potentiell vorhandenes Millionenpublikum, an das man sich auf YouTube richtet. Dieses Publikum ist aber nicht anwesend. Tatsächlich sitzt man zumeist allein vor dem Computer und blickt lediglich in eine kleine Kameralinse.</p>
<p>Diese Beobachtung erklärt sicher einen Teil der Unsicherheit, unterscheidet das (Video-)Bloggen aber nicht von anderen Formen medialer Kommunikation. Selbst bei einem handschriftlich verfassten Brief ist der Adressat nicht anwesend, der soziale Kontext also in diesem Sinne ‚kollabiert‘.</p>
<p>Meine Vermutung wäre eher: Uns (in diesem Fall: mir) fehlen die sozialen Regeln, wie man mit dieser Situation umgeht. Wir alle haben gelernt, wie man einen Brief eröffnet, dass am Anfang eines Artikels eine Einleitung kommen sollte, ein Buch mit dem Vorwort beginnt. Aber ein Blog? Gibt es soziale Regeln für den ersten Blogpost? Ich weiß es nicht&#8230;</p>
<p>Was sicher passt: Ein herzliches Willkommen an alle Leserinnen und Leser, die hierher gefunden haben! Außerdem noch eine Zusage: Nachdem die Hürde des ersten Posts mit diesen etwas wirren Selbstreflektionen überwunden ist, folgen im nächsten Eintrag ein paar sinnvollere Ausführungen zu Inhalt und Zielen dieses Blogs – versprochen!</p>
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