
Gerhard Richter und Konrad Lueg: Kapitalistischer Realismus
Der Titel nimmt Bezug auf eine Kunstaktion von Gerhard Richter und Konrad Lueg im Oktober 1963 in einem Düsseldorfer Möbelhaus (siehe Foto oben). Damals war der „Kapitalistische Realismus“ noch ein ironisches Gegenbild zum östlichen „Realsozialismus“. Inzwischen ist aber auch dieser Widerpart weitgehend obsolet geworden. Die kapitalistische Lebensform hat sich sowohl global als auch innergesellschaftlich in einem Maße ausgedehnt, wie es damals kaum denkbar war.
Die Vorträge der Ringvorlesung nehmen jedoch nicht nur die Art und Weise in den Blick, wie diese Ausdehnung unsere Kultur und Gesellschaft umgeformt hat. Sie fragen ebenso nach den Grenzen, Bruchstellen und paradoxen Interventionen, die diese Entwicklung immer schon begleitet haben und auch heute noch begleiten.
Prädikat „hörens- und bedenkenswert“
Weitere Infos:
Blog „Kapitalistischer Realismus“
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